Vereinsgründung

Im Juni 1998 lud der protestantische Pfarrer  der Gemeinde Bobenheim-Roxheim Ralf Hettmannsperger zur Gründungsversammlung ein und umriss bereits die Zielsetzungen und Aufgabenstellungen des neu zu gründenden Vereines:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit lade ich Sie herzlich zur Gründungsversammlung des „Sozialvereins Kunterbunt“ ein. Die Versammlung findet statt:

Donnerstag, den 16. Juli, um 19:30 Uhr, im Martin-Luther-Gemeindehaus.

Ich möchte der Sitzung und damit den Beratungen und Entscheidungen des Abends nicht vorgreifen, denke aber doch, dass vorab einige kurze Informationen nötig sind, die erklären, warum ich die Initiative ergriffen habe, einen solchen Verein zu gründen. Im Rahmen und als Folge des Kindergartenprojektes „Der Kindergarten als Nachbarschaftszentrum der Gemeinde“ - das übrigens weit über unseren Bereich hinaus großes Interesse geweckt hat - wurde das Familienbüro „Kunterbunt“ gegründet, geleitet von unserer ehemaligen Erzieherin, Frau Traudel Burkhart. Über das familienbegleitende und familienergänzende Angebot des Familienbüros brauche ich wohl keine näheren Angaben mehr zu machen. Veröffentlichungen dazu können Sie allwöchentlich im Amtsblatt nachlesen. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich heraus, dass von dem Angebot immer stärker auch Menschen Gebrauch machten, die weder ihre Kinder bei uns im Kindergarten hatten, noch Mitglied der Kirchengemeinde waren. Auf Grund zahlreicher Anfragen wurde das Angebot immer weiter ausgedehnt, was zunehmende Kosten verursachte. Deshalb suchten wir weitere - auch finanzielle - Unterstützung. Dankenswerter Weise waren die Kommune und die beiden katholischen Kirchengemeinden bereit, das Familienbüro finanziell zu unterstützen, wobei von katholischer Seite auch Personen genannt wurden, die mittlerweile bei der Vorabsprache zur Halbjahresplanung des Familienbüros mitwirkten. Je intensiver man sich nun mit den durch das Familienbüro angesprochenen Zielgruppen, junge Familien, Alleinerziehende und Jugendliche, beschäftigt, um so deutlicher spürt man den großen Bedarf an konkreter Hilfe, an Begleitung und Förderung. Gerade auch wenn man wahrnimmt, dass die Anfragen nicht geringer werden, muss man feststellen, dass dies alles nicht mehr innerhalb der bisherigen Strukturen des Familienbüros zu leisten ist. Gesucht sind Menschen, die Ideen haben, Menschen, die auf soziale und erzieherische Probleme hin ansprechbar sind, Menschen, die sich für andere einsetzen wollen - und sei es nur mal für ganz kurze Zeit oder auch nur mittels eines geringen Jahresbeitrages für diesen neuen Verein. Wenn es gelingt, viele gute Ideen miteinander zu vernetzen und gleichzeitig ein basisorientiertes Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrecht zu organisieren, werden wir zu viel mehr konkreten Problemen Lösungen finden, als wir das jetzt ahnen. Das belegen viele Berichte von Netzwerkorganisationen in der Bundesrepublik.

Zusammenfassende Begründung:

  • Der Sozialverein übernimmt die Trägerschaft für das bisherige Familienbüro.
  • Alle, die bisher und zukünftig mitfinanzieren, sollen Mitspracherecht haben.
  • Je mehr Menschen mit ihren Ideen zusammenarbeiten, um so mehr Hilfen wird man anbieten können und um so mehr Problemlösungen werden uns einfallen.

Und insgesamt gilt:
Der Sozialverein will und kann keine Konkurrenz sein zu Vereinen und Organisationen in unserem Ort, die jetzt schon eine für unser Gemeinwohl unverzichtbare Aufgabe im karitativen und sozialen Bereich erfüllen! Ich würde mich freuen, wenn Sie Gelegenheit finden könnten, den „Sozialverein Kunterbunt“ zu unterstützen. Sei es als aktives oder passives Mitglied, oder aber indem Sie uns Ihre Ideen für die Umsetzung unserer Vereinsziele mitteilen.

Mit freundlichem Gruß
R. Hettmannsperger, Pfr.

 

 

Die Presse (Amtsblatt und Nibelungenkurier von Gabriele Krück) berichtete nach der erfolgreichen Vereinsgründung das Nachfolgende:

 

„Verknüpfende Netzwerkarbeit“

„Es ist überwältigend zu sehen, wie viele Menschen zur Gründungsversammlung gekommen sind!“ begrüßte Pfarrer Ralf Hettmannsperger die überwiegend kirchlich oder sozial engagierten 60 Anwesenden am 16. Juli 1998 im Martin-Luther-Gemeindehaus.

Im Rahmen und als Folge des Kindergartenprojektes „Der Kindergarten als Nachbarschaftszentrum der Gemeinde“, das übrigens, so Pfarrer Hettmannsperger, weit über den Bereich hinaus großes Interesse geweckt hat, wurde das „Familienbüro Kunterbunt“ gegründet und von der ehemaligen Erzieherin Traudel Burkhart geleitet. Die Schwerpunkte des Familienbüros sind Angebote von Hilfeleistungen für Familien vor Ort, Angebote für Kinder verschiedener Altersstufen und ihre Eltern, sowie Ansprechpartner für familienorientierte Gruppen der Kirchengemeinden zu sein. Aufgrund zahlreicher Anfragen wurde das Angebot immer weiter ausgedehnt, was zunehmende Kosten verursachte. Dankenswerterweise waren die Kommune und die beiden katholischen Kirchengemeinden bereit, das Familienbüro finanziell zu unterstützen. Der neu gegründete „Sozialverein Kunterbunt e. V.“ übernimmt nun die Trägerschaft für das Familienbüro. Zu den vorrangigen Aufgaben des Vereines zählen die Beratung und Förderung von Kindern, Jugendlichen, allein Erziehenden und jungen Familien. Oftmals besteht hier großer Bedarf an konkreter Hilfe und Begleitung. Deswegen sind auch Menschen gesucht, die Ideen haben und auf soziale und erzieherische Probleme hin ansprechbar sind. Menschen, die sich für andere einsetzen wollen, sie auf ihrem Weg ein Stück begleiten, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Der „Sozialverein Kunterbunt“, betont Pfarrer Hettmannsperger, „will und kann keine Konkurrenz zu karitativen und sich für das Sozialwohl einsetzende Vereine und Organisationen sein. Vielmehr will er vernetzend wirken. Es wird ein Verein geschaffen, der etwas ganz neues versucht – dessen Entwicklung offen ist. Der Verein wird sich mit den Ideen entwickeln, die die Menschen hineintragen!“ Pfarrer Hettmannsperger dankte dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt und dem Ökumenischen Krankenpflegeverein für ihre finanzielle Hilfe. In der Gründungsversammlung sagten Robert Reber für das Ortskartell und Verkehrsvereinsvorsitzender Franz Freer für den Verkehrsverein ebenfalls finanzielle Unterstützung für den Sozialverein zu. Anlässlich seines silbernen Priesterjubiläums bat der katholische Pfarrer Andreas Münck statt Geschenken um eine Spende für den Sozialverein Kunterbunt und konnte so DM 3.800,- dem neugegründeten Verein übergeben. Durch die Verlosung einer Patchworkdecke und der Kollekten bei der 2x100jährigen Kirchenjubiläen floss nochmals ein stattlicher Betrag in die Vereinskasse. Der Verein startet mit einer gesunden finanziellen Grundlage. Nachdem die Vereinssatzung vorgestellt, diskutiert und einstimmig angenommen war, wurde über den Vereinsvorstand abgestimmt. Zum 1. Vorsitzenden wurde einstimmig der evangelische Gemeindediakon Ulrich Schäfer, als 2. Vorsitzende wurde Renate Brauer gewählt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt Christof Hager und Schriftführer ist Guido Kuntz.

vlnr: Schriftführer Guido Kuntz; Leiterin des Familienbüros Traudel Burkhart; 2. Vorsitzende Renate Brauer; 1. Vorsitzender Uli Schäfer; Schatzmeister Christof Hager

Für eine Spende an den Sozialverein Kunterbunt e.V. überweisen Sie bitte  auf folgendes Konto:

 

Sozialverein Kunterbunt e.V.

Sparkasse Vorderpfalz

IBAN DE83 5455 0010 0001 9227 98

BIC LUHSDE6AXXX

Spendenkonto "ASYL":

Sozialverein Kunterbunt e.V.

Sparkasse Vorderpfalz

IBAN DE19 5455 0010 0193 1927 21

BIC LUHSDE6AXXX

 

Die eingehenden Spenden kommen ausschließlich den hier lebenden Asylbewerbern zugute!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Gern stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus.

Termine

02. Mai Kursbeginn "Bücherzwerge"

14. Mai, 17-19 Uhr

Café International

Martin-Luther-Gemeindehaus.

Alle 14 Tage!

Jeden Donnerstag

12 Uhr Lebensmittel-ausgabe/Tafel

Pfalzring 51a

Jeden Freitag

15.30 - 17.30 Uhr

Kleiderkammer

Pfalzring 51

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